Litauenpartnerschaft

Zu de Besonderheiten der langen Partnerschaft zwischen Lippe und Litauen gehören die regelmäßigen persönlichen Begegnungen. Zuletzt war Bischof Mindaugas Sabutis Ende Januar 2019 in Lippe zum Auftakt der neuen Landessynode. 

Auf dem Bild zusammen mit Superintendent Dr. Andreas Lange.

Der neue Leiter der reformierten Kirche Litauens, Generalsuperintendent Raimondas Stankevičius nach seiner Amtseinführung mit dem Litauenbeauftragten Frank Erichsmeier. Das Besondere an der Partnerschaft Lippe-Litauen ist, dass es in Lippe einen Partnerschaftsausschuss aus Reformierten und Lutheranern gibt, der Kontakt zu den beiden litauischen Kirchen unterhält.

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Vom 30.07.-09.08.2018 waren "unsere" Jugendlichen unter Leitung von Alexander Gutsch erneut zum Arbeitseinsatz in Litauen, diesmal bei der Diakonie in Jurbarkas. Dank ihres Einsatzes, den sie wieder gemeinsam mit litauischen Jugendlichen durchführten konnte sich Mindaugas Kairys über den weiteren zügigen Umbau des alten Kantorhauses zu einem Heim für Kinder und Jugendliche freuen.

Es gibt sie seit der Reformation. Heute sind sie eine Minderheit unter den drei Millionen Einwohnern des Ostseelandes. Die Evangelisch-lutherische Kirche Litauens ist besonders in den südwestlichen Regionen des Landes vertreten, wo sie bis 1945 - vor Vertreibung und Deportationen - die Bevölkerungsmehrheit stellte. Heute hat sie noch 20.000 Mitglieder in 54 meist kleinen, ländlichen Kirchengemeinden. Der Evangelisch-reformierten Kirche Litauens gehören ca. 6000 Gläubige in 14 Gemeinden an. Auch ihr Schwerpunkt liegt im ländlichen Bereich, besonders im Nordosten des Landes. In den Großstädten Vilnius, Kaunas, Klaipėda und Panevėžys konnten evangelische Gemeinden erst nach 1988 wiedergegründet und neu aufgebaut werden.

Organisiert vom ersten Litauenbeauftragten der lippischen Lutheraner, Pfr. Klaus Fitzner, wurden von Blomberg aus ganze Lastwagenladungen mit gespendeter Kleidung, Medikamenten und Materialien für Gemeindearbeit und Diakonie zu den Gemeinden Litauens auf den Weg gebracht. Der aus dieser Arbeit hervorgegangene „Evangelische Freundeskreis Litauen e. V.“ organisiert bis heute, in enger Abstimmung mit dem für die Litauen-Partnerschaft zuständigen Ausschuss in der Lippischen Landeskirche, Hilfsfahrten zu bedürftigen Menschen in Litauen - wenn auch inzwischen in wesentlich kleinerem Umfang.

Seit 2010 reisen alljährlich meist junge Lipperinnen und Lipper nach Litauen, um dort mit litauischen Jugendlichen eine Arbeitswoche zu verbringen. Dabei wurden jüdische und christliche Friedhöfe Instand gesetzt, baufällige Gebäude aus der Sowjetzeit abgebaut oder ein Jugend- und Kinderhaus der Diakonie mit aufgebaut. Beim gemeinsamen Arbeiten und in der Freizeit erleben die jungen Menschen, wie Miteinander und Toleranz im zusammenwachsenden Europa heute gelebt.

Das heutige Litauen ist gekennzeichnet von wachsender sozialer Ungleichheit und einem starken Stadt-Land-Gefälle. Die Sorge um alte Menschen und Kinder, die als „Eurowaisen“ in den Dörfern und kleinen Städten zurückbleiben, weil ihre Eltern sich in Westeuropa Arbeit suchen müssen, stellt eine große Herausforderung für die diakonische Arbeit der kleinen evangelischen Gemeinden dar, die wir als Partner unterstützen. Daneben fördern wir aber auch die direkte Begegnung zwischen Christen aus Litauen und Lippe. Dabei kommen Verantwortliche aus den Kirchen zusammen, um sich auszutauschen und über das - manchmal auch unterschiedliche - Verständnis des christlichen Glaubens zu diskutieren. 

Helfen Sie mit! Wir sind dankbar für jede Einzelspende, die wir für die Arbeit in Projekten in den evangelischen Kirchen Litauens einsetzen können („Litauenkonto“ IBAN: DE22 4825 0110 0000 0472 09)