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Andachten

Die Reihe "5 Minuten mit Gott" bietet Video-Andachten aus lutherischen Gemeinden. Diese und weitere Beiträge sind überdies als Podcast zu erhalten.

Eine Podcast ist ein Beitrag zum Anhören mit mehreren Folgen.Wie zum Beispiel die Andachten "5 Minuten mit Gott", von denen regelmäßig neue Beiträge erscheinen. Dazu einfach in den gängigen Podcast-apps auf dem Smartphone nach "5 Minuten mit Gott" suchen und die Reihe dann "abonnieren" (ist kostenlos). "Abonnieren" heißt: Wenn ein neuer Beitrag erscheint, wird der Benutzer darüber automatisch informiert oder findet den neun Beitrag in seiner Podcast-app. 

Falls die Suche in der Podcast-app nach "5 Minuten mit Gott" erfolglos bleibt, haben alle Podcast-apps auch eine Funktion "URL importieren" (oder ähnlich). Dort muss https://k2wawh.podcaster.de/5minutenmitgott.rss angegeben werden, dann findet die Podcast-app die Andachtsreihe sofort.

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Das ist Lippe lutherisch

Zur Lutherischen Klasse der Lippischen Landeskirche gehören elf Kirchengemeinden mit rund 27.000 Mitgliedern. Die Lutherische Klasse ist Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbunds, der leitende Geistliche (Superintendent) hat den Status eines "Ständigen Gastes" bei der VELKD. Als Organ der Klasse tagt zweimal pro Jahr der "Klassentag", in dem alle lutherischen Pfarrer und pro Pfarrstelle ein Laie sowie drei berufene Mitglieder Sitz und Stimme haben. Der Lutherische Klassentag wählt den Klassenvorstand und den Superintendenten.

ENGLISH: To the Lutheran class of the Lippische Landeskirche belong eleven church communities with approximately 27,000 members. The Lutheran class is a member church of the Lutheran World Federation, the leading clergyman (superintendent) has the status of a "permanent guest" at VELKD. Twice a year the "class day" meets as a Lutheran synod. The Lutheran class day chooses the class board and the superintendent.

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Geschichte der Lutherischen Klasse

Zunächst wurde die gesamte Grafschaft Lippe lutherisch. Der erste lutherische Superintendent Corvinus führte Visitationen ein. 1605 entschied sich Graf Simon VI. öffentlich zugunsten der reformierten Konfession. Nur die Hansestadt Lemgo blieb lutherisch mit eigenem Konsistorium, was ihr 1617 im "Rörentruper Rezess" zugesichert wurde. Anders als in anderen Gegenden Europas war in Lippe die reformierte Konfession die "von oben" verordnete Religion des Herrscherhauses, während das Luthertum die Konfession der Bürger und der städtischen Freiheit war.

1854 wurde die lutherische kirchliche Selbstverwaltung zwangsweise aufgehoben. Trotz angeblicher "Gleichstellung der Konfessionen" verwehrten die Reformierten den Lutheranern in den Folgejahren die Bildung einer eigenen Klasse und die Wahl eines eigenen Superintendenten. 

Erst nach heftigen innerkirchlichen Auseinandersetzungen bekamen auch die Lutheraner die Rechte, die die Reformierten schon lange für sich in Anspruch nahmen. 1883 durften die Lutheraner eine Klasse gründen und traten am 1. November 1883 zum ersten Lutherischen Klassentag zusammen. Sie mussten noch fast fünf Jahre darum kämpfen, auch einen Superintendenten wählen zu dürfen. Am 31. Oktober 1888 wurde der St. Marien-Pfarrer Vorberg erster lutherischer Superintendent.

Glaube, Recht & Freiheit

Eine der zentralen Ausstellungen im Reformationsjubiläumsjahr 2017 war "Glaube, Recht & Freiheit" überschrieben. Auch weiterhin gibt es online eine Quellensammlung zur lippischen Reformationsgeschichte. Zur Verfügung steht auch ein Aufsatzband und ein Heft speziell für Kinder zur Reformationsgeschichte.

hier weitere Informationen zum Lutherjahr 2017 in Lippe

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Klassenkollekten

Die Klassenkollekte im Frühjahr ist immer für Litauen bestimmt. Diese wird auf das Konto der Lutherischen Klasse überwiesen.

Die Herbstklassenkollekte ist für die Lutherische Kirche im Heiligen Land bestimmt (über Konto Lippe lutherisch).

Klassentag

Der Lutherische Klassentag ("lutherische Synode") tagt zweimal im Jahr an wechselnden Orten. Jede lutherische Gemeinde entsendet ihre Pfarrer sowie pro Pfarrer einen Laien. Hinzu kommen berufene Mitglieder. Die Mitglieder beraten Gesetze und Vorhaben der Landeskirche. Außerdem gibt es fast immer einen thematischen Akzent mit einem Fachvortrag. Der Klassentag wählt außerdem den Superintendenten, den Klassenvorstand und die Synodalen.

Gruppenbild des Lutherischen Klassentags 2017 in St. Nicolai
Gruppenbild des Lutherischen Klassentags 2017 in St. Nicolai

Konfiwissen 

In den lutherischen Gemeinden Lippes gibt es verschiedene Formen des Konfirmandenunterrichts: Dienstagsgruppen, Samstagsgruppen, Freizeiten, verschiedene Unterrichtsbücher. Am Ende der Konfirmandenzeit sollen alle Konfirmandinnen und Konfirmanden über ihren Glauben Auskunft geben können. Dazu gibt es einen vom Lutherischen Klassentag beschlossenen verbindlichen Plan: hier die Übersicht.

Kontoverbindung Lippe lutherisch

  • Empfänger: Lutherische Klasse der Lippischen Landeskirche
  • Konto: 24190, BLZ 482 501 10, Sparkasse Lemgo
  • IBAN: DE56482501100000024190 (Papierform: DE56 4825 0110 0000 0241 90), BIC: WELADED1LEM
  • Verwendungszweck: Bei Kollektenüberweisungen bitte zuerst immer abgekürzt den Gemeindenamen schreiben, damit Zahlungen zugeordnet werden können.

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Litauenpartnerschaft

siehe hier

Lutherischer Weltbund

Die Lutherische Klasse ist Mitgliedskirche des Lutherischen Weltbunds. Der lutherische Superintendent vertritt "Lippe lutherisch" in den Organen des Lutherischen Weltbunds, auch im Deutschen Nationalkomitee und in der Bischofskonferenz der Vereinigten Lutherischen Kirche in Deutschland. Zu den alle 7 Jahre stattfindenden Vollversammlungen entsendet die Lutherische Klasse neben dem Superintendenten immer auch einen jungen Erwachsenen, der Mitglied in einer der lutherischen Gemeinden Lippe ist.

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Pflichtkollekte für Hermannsburg

Gemäß Beschluss des Klassentages spendet jede Gemeinde pro Pfarrstelle und Jahr 250 Euro für die "Hermannsburger Mission", unabhängig vom Dienstumfang der Pfarrstelle. Dieser Betrag wird auf dem Konto der Lutherischen Klasse gesammelt und dem Missionswerk dann in einer Summe zur Verfügung gestellt. Bis zum 1. Juli eines Jahres soll die Spende überwiesen werden.

Prädikantinnen und Prädikanten

Wer Prädikantin oder Prädikant werden will, bekommt nach beendeter Ausbildung einen Dienstauftrag für die Gemeinde, der der der Prädikant selbst angehört. Darum muss zuerst der Kirchenvorstand angefragt werden, ob er den Wunsch zur Ausbildung unterstützt und sich vorstellen kann, dass der Anfragende später als Prädikant in der Gemeinde Gottesdienste leistet. Das Lippische Landeskirchenamt (Pfarrer Mellies) gibt Auskunft darüber, wann Plätze in einem Ausbildungskurs frei werden. Die Ausbildung findet in Kompaktkursen in Villigst statt. Auch die Teilnahme am EKD-Fernkurs zur Prädikantenausbildung ist möglich. Nach bestandener Ausbildung wird der Prädikant oder die Prädikantin zum Dienst berufen und für zunächst sechs Jahre berufen. Von einem Prädikanten wird erwartet, dass er oder sie wenigstens einmal pro Vierteljahr einen Gottesdienst leitet, einmal pro Jahr an einem Pfarrkonvent und zweimal pro Jahr am Prädikantenkonvent teilnimmt, weil Verkündigungsdienst immer auch Fortbildung und Teilhabe an der Dienstgemeinschaft erfordert. Prädikantinnen und Prädikanten bekleiden ein Ehrenamt: sie sind ausgebildet, Gottesdienste zu leiten und Predigten zu formulieren. Sie sind einer konkreten Gemeinde zugeordnet. Alle 6 Jahre kann die Beauftragung erneuert werden. Zum Prädikantendienst gehört Fortbildung und die Teilnahme an Konventen. Wer Interesse am Prädikantendienst hat, kann sich an den Kirchenvorstand der eigenen Gemeinde wenden. Die lutherischen Prädikanten tragen in Ausübung ihres Amtes einen Prädikantentalar. Die Dienstaufsicht liegt beim Lutherischen Superintendenten. Die Prädikantinnen und Prädikanten der Lutherischen Klasse tragen einen Prädikantentalar. Für die Kosten kommt die Gemeinde des Prädikanten auf.

 

Dieses sind die derzeit in der Lutherischen Klasse tätigen Prädikantinnen und Prädikanten:

Cornelia Fastner-Boß (CVJM Kreisverband Lippe)

Christian Foltz (Eben-Ezer)

Siegward Gröschell (Lipp. Gemeinschaftsbund)

Peter Hebeisen (Bad Salzuflen)

Peter Homburg (Bergkirchen)

Elke Koring (St. Marien Lemgo)

Thomas Morgenstern (Bad Salzuflen)

Yvonne Nolting (Schötmar-Knetterheide)

Ulrike Ostwaldt (Blomberg)

Renata Rose (Bad Salzuflen)

Prof. Dr. Fred Salomon (St. Nicolai Lemgo)

Alfred Schenk (Detmold)

Hans-Christof Tiessen (Detmold)

Helga Vogt (St. Marien Lemgo)

Robin Wagener (Bergkirchen)

Hinrich Wilms (Lipp. Gemeinschaftsbund) 

Download
Prädikantentalar-Bestellschein
Bestellschein Lipp. Landeskirche.pdf
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Sexualisierte Gewalt

Kinder und Jugendliche sollen sich in Kirchengemeinden sicher fühlen. Im Internetangebot der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Diakonie gibt es zahlreiche Hinweise auf Hilfestellung für Betroffene und Hinweise zur Prävention von sexualisierter Gewalt.

Superintendenten der Lutherischen Klasse

Der Lutherische Superintendent ist "Geistlicher Leiter" (anderes Wort für "Bischof") der lutherischen Christen in Lippe. Er führt die Dienst- und Fachaufsicht über Pfarrer und Gemeinden. Nach außen vertritt er die Lippische Landeskirche in lutherischen Belangen. Die Lutherische Klasse ist Mitglied im Lutherischen Weltbund und Ständiger Gast der VELKD. Sie unterhält ökumenische Kontakte nach Litauen und in die Niederlande.

seit 2005 Dr. Andreas Lange, St. Nicolai Lemgo
1985-2005 Dieter Lorenz, Bad Salzuflen
1975-1985 Klaus Wesner, Bergkirchen
1960-1985 Gerhard Klose, Detmold
1946-1960 Dr. Theodor Brand, Bad Salzuflen
1939-1944 Heinrich Wilharm, Bergkirchen
1910-1938 Hermann Peters, Bad Salzuflen
1899-1909 Hermann Sogemeier, Bergkirchen
1888-1899 Adolf Vorberg, St. Marien Lemgo
1542 Anton Corvinus

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VELKD

Der Lutherische Superintendent Lippe ist sog. "Ständiger Gast" der Bischofskonferenz der VELKD und der VELKD-Generalsynode. In der VELKD sind ein Teil der lutherischen Landeskirchen Deutschlands verbunden.

Lippe lutherisch nutzt das Agendenwerk der VELKD.